Hyundai Accent LS 1.3 "Cool Magic" Studenteneimer-Edition
Vorwort
Studentenbuden. Jeder kennt sie irgendwie, auch wenn man nicht studiert hat, war jeder schon mal irgendwie in einer drin. Chaotisch, zweckmässig, bunt, aber auf jeden Fall unique. Wenn man so ein kreatives Universum betritt, hat man unweigerlich das Gefühl, hier passiert demnächst irgendwas. Ich hatte kürzlich dieses (automobile) Vergnügen, eines dieser Universen zu betreten. Eine sehr spezielle Erfahrung. Danke an die Besitzerin!
Was denn?
Als Autofreak rümpft man hier erstmal die Nase. 1.3 Liter, auf vier Zylinder, 86PS (beim Verlassen der Produktionshalle). Namentlich spassige Autos haben soviel Hubraum schon auf zwei Zylindern. Ein MB C63 AMG bietet dieselbe Leistungsausbeute auf knapp 0.2 Umdrehungen. Und macht im Leerlauf schon eine Unmenge Spass! Was können diese koreanischen Briefkästen aus Dosenblech denn schon? Nun, sie können kämpfen. Sie haben trotz fehlenden Drehmoments schier unendlich viel Kraft. Wenn man so will, Fortbewegung durch Überlebenswille. So wie dieser Weggefährte. Nicht so herrlich ordinär wie ein C63, aber so extraordinär wie Monty Pythons schwarzer Ritter. Und der Accent hier hat schon den einen oder anderen Kratzer. Allerdings kaum der Rede wert. Akzente eben.
Laufleistung
191Tsd zarte Kilometerchen.
Wie weit?
so ca. 20 sehr intensive km.
Handbuch gelesen?
Bitte? Als ob man für einen Lichtschalter eine Bedienungsanleitung braucht...
Erster Eindruck
*LOL! Ein fertiger Haufen Schrott, ein Wunder dass dieser Haufen Blech und Plastik überhaupt eine Strassenzulassung hat. Lack fertig, Interieur sieht aus wie durchgekaut, aber noch nicht ganz ausgespuckt. Wie SAU!
Zeigefinger (Assistenzssysteme)
ABS und ein Motor mit selektiver Leistungsdrosselung.
Innenraum
Bwaha! Hier redet man nicht von Innenraum, vielmehr von Wohnraum. Viele Hersteller bemühen sich, mittels edler Materialien, Ambientelichtern und flauschiger Haptik ein Gefühl von Wohnraum zu vermitteln. Leider vergisst man dabei, dass in solch einer sterilen Umgebung eigentlich nicht wohnen möchte, weil man eben die Perfektion jener Wohnlichkeit nicht zerstören möchte. Man putzt, poliert, staubt ab. Aber wer tut das in seinen vertrauten vier Wänden eigentlich? Sicherlich nicht jeder. Wie bei diesem Studentenkoreaner. Es lässt sich nicht abstreiten, das ist das zweite Zimmer in der Einzimmerwohnung mit Doppelfunktion als Mülleimer. Scheiss auf den Staubsauger, auf den Staublappen und auf die Ordnung. Aber trotz bzw. gerade wegen der desolaten Optik eines Granatentestgeländes ist diese Karre mit Leben erfüllt. Auch wenn's die meisten nicht verstehen, ich fühl mich hier so wohl wie unter meiner 30 Jahre alten verfilzten Mickymauswolldecke.
Die ersten Kilometer
Wo soll ich bloss anfangen. Der zweite Gang besitzt eine einwandfreie akustische Rückmeldung über zu viel Vehemenz beim Schalten, die Synchronringe spielen mir lautstark das Lied vom Tod. Mit viel Feingefühl geht der Wechsel in die zweite Fahrstufe aber auch ohne akustische Untermalung. Power? Nö. Unglaublichen Durchzug gibt's erst ab ca. 80km/h. Wenn man beide Seitenfenster unter martialischem Quietschen runterkurbelt. Dann ist in dem Hyundai aber die Hölle los, egal in welchem Gang.
Nach 10 Kilometern
Mein erster Eindruck bestätigt sich. Das Auto ist eigentlich so gut wie fertig und seit 50tsd km reif für die Presse. Dennoch, ich werde das Gefühl nicht los, hier hab ich es mit einem kleinen Kämpfer zu tun. Er gibt nicht auf, dieser kleine grüne und schwarze Haufen Blech gibt vermutlich niemals auf.
Multimediaplunder
Ein Radio ist drin, und vier Lautsprecher. Davon gehen zwei (vorne), diejenigen auf der Heckablage sind eher zur Zier als zu Wiedergabe von Musik gedacht.
Hinter dem Beifahrersitz findet sich noch ein Multimediawiedergabegerät. Es spielt alles, von Musik über Filme und Podcasts. Da kann ein iPhone aber sowas von einpacken. Gleichzeitig wird der Wert des Fahrzeuges damit verdreifacht.
Die Fahrt
Wirklich weit bin ich mit der grünen Studentenwohnung nicht gefahren. Dafür war die Fahrt umso intensiver. Die Maschine wollte nicht so recht aufwachen, beim Tritt auf's Gas zieht sich die Maschine die Decke einfach über den Kopf und dreht sich nochmal um. Ob ich vielleicht morgen nochmal wiederkommen möchte um Leistung abzurufen? Wobei, von der Optik her müsste man meinen, dass das Triebwerk wach, geduscht und topfit sein müsste.
Vielleicht war er einfach noch etwas müde vom letzten Trip nach Berlin für einen spontanen Besuch an eine etwas ausufernde Party. Was denn sonst.
Die 5-Gang Schaltung hat so Ihre Tücken. Der besagte zweite Gang braucht eine Menge Gefühl, sonst kracht's. Die anderen vier Gänge inkl. Rückfahrstufe sind aber so problem- wie gefühllos. Die Koreaner haben hier den Wunsch nach Wertigkeit, Sportlichkeit, einem knackigen Gefühl in allen Belangen gekonnt ignoriert. Wer in dem Hyundai etwas Knackiges haben möchte, verstreut einfach eine grosse Tüte Chips im Innenraum, fällt auch kaum auf.
Die Lenkung verdient ein Lob. Ohne jegliche aufwendige Sensorik kann auch dieses Konstrukt einwandfrei das Fahren von Linkskurven akustisch anmelden. Bei etwas mehr als einer Handbreit Einschlag wird hier mittels einem penetranten Quietschgeräusch vermittelt, dass man gerade links abbiegt. Super. Auch eine analoge akustische Parkdistanzkontrolle ist an Bord;
Funktioniert ganz simpel, wenn's kracht, ist man einfach zu weit gefahren. Klappt wenn's sein muss sogar mehrmals, irgendwann muss man einfach nachlackieren und gut ist. Apropos Nachlackieren;
Auch hier sieht man, mit wieviel Liebe das Auto gehegt und gepflegt wird. Gib dem bösen Dosenrost keine Chance! Also abschleifen, mit etwas Schwung mattschwarz drüberduschen, das Ganze mit einem Lappen noch ein wenig verschmieren, voilà: Kunst!
Komfortabel ist er, der Hyundai. Wirklich, man kann eindeutig feststellen, dass hier zweifelsfrei irgendein Fahrwerk verbaut ist und die schmalen Gummis geben in flott gefahrenen Kurven gerade noch so wenig Seitenhalt, dass man sich nicht aus Versehen überschlägt. Überhaupt wollte ich den Accent aber gar nicht schnell fahren, dafür fühlte sich das Volant zu sehr nach einer Handvoll Spaghetti viel zu al dente an. Aber cruisen geht und da es sich hier um das Sondermodell "Cool Magic" handelt, sogar mit einem kühlen Kopf dank Klimaanlage.
Leider bleiben die mittleren Düsen trotz der korrekten Einstellung im Armaturenbrett windstill, vielleicht liegt auch darin die eigentliche Magie? Ich war jedenfalls so richtig erstaunt über die gelungene Illusion zweier Lüftungsöffnungen, welche so gar nichts lüften. Toller Trick, ich bin völlig baff!
Viele elektronische Helferlein finden sich nicht im Accent, ich frage mich, wo hier 255Ampere fliessen sollen, wenn denn mal so alles am Start ist.
Da der Deckel am Sicherungskasten fehlt, nehm' ich mal an, dass hier des Öfteren mal nachgebessert werden muss. Im Schadensfall liegen im Auto auch immer genügend finanzielle Mittel für Notfallsicherungen rum:
Trotz des eher abgekämpften Zustandes dieser Fuhre kann ich mir ein breites Grinsen während der Fahrt nicht verkneifen. Auch wenn hier kein dicker V8, keine High-End Unterhaltungselektronik und auch keine schnieken Kuhhäute verbaut sind mag ich den kleinen grünen Ritter und würde ihn gerne auch noch etwas weiter fahren. De Facto kann ich mir sogar vorstellen, den Haufen ramponiertes Blech im harten Alltag zu bewegen, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt die Strecke nach Berlin damit fahren möchte. Schliesslich fühlen sich ja auch Plüschtiere in die Fuhre wohl, und keines wurde bis jetzt ernsthaft verletzt:
Fazit
Irgendwann fällt dem Hyundai ein Rad ab. Und kein Bordcomputer wird diesen Defekt zugestehen, in der Werkstatt wird man sagen, "Das ist nur ein Kratzer, fahren sie weiter bis es schlimmer wird". So ungefähr stell ich mir das vor.
Macht aber nix, dafür wurde der Hobel wohl gebaut. Ein Auto, welches seit Jahren ohne nennenswerte Zuneigung immer noch zuverlässig seinen Dienst verrichtet, hat trotz der lausigen Verarbeitung, dem Billigplaste-Interieur und dem wabbligen Fahrverhalten Anerkennung verdient. Solche Kisten enden oft in einem Wald, wo man stundenlang versucht, ihnen den Rest zu geben. Aber ich glaube, auch das wird hier nicht so einfach sein, der Accent wird sich wehren, dem Tod ins Auge spucken und lautstark verkünden: Nehmt den Baum aus meinem trockenen Kühler, ich bin noch nicht tot!
Kaufen?
Sie studieren? Sie suchen Wohnraumerweiterung? Die Kohle ist knapp? Sie sind Polyautoxikomane? Optik und Motorisierung egal, Hauptsache innen trocken und aussen rund? Und sie möchten trotzdem ein Auto, dass auf seine Art und Weise Spass macht? Dann suchen sie sich einen Hyundai Accent, am besten mit Cool Magic Paket. Unterhaltung und Vorankommen garantiert, auch ganz ohne den sonst so viel zitierten Fahrspass.
Und wer irgendwann keine Lust mehr hat, mit dem Koreaner nach Hause zu fahren, sollte diese Unlust gleich zum Motto machen;
Dann kann man ihn auch gleich stehenlassen, die Decke aus dem Kofferraum holen und sich die Nacht auf den ausgeleierten Sitzen um die Ohren schlagen. Cheers!
Studentenbuden. Jeder kennt sie irgendwie, auch wenn man nicht studiert hat, war jeder schon mal irgendwie in einer drin. Chaotisch, zweckmässig, bunt, aber auf jeden Fall unique. Wenn man so ein kreatives Universum betritt, hat man unweigerlich das Gefühl, hier passiert demnächst irgendwas. Ich hatte kürzlich dieses (automobile) Vergnügen, eines dieser Universen zu betreten. Eine sehr spezielle Erfahrung. Danke an die Besitzerin!
Was denn?
Als Autofreak rümpft man hier erstmal die Nase. 1.3 Liter, auf vier Zylinder, 86PS (beim Verlassen der Produktionshalle). Namentlich spassige Autos haben soviel Hubraum schon auf zwei Zylindern. Ein MB C63 AMG bietet dieselbe Leistungsausbeute auf knapp 0.2 Umdrehungen. Und macht im Leerlauf schon eine Unmenge Spass! Was können diese koreanischen Briefkästen aus Dosenblech denn schon? Nun, sie können kämpfen. Sie haben trotz fehlenden Drehmoments schier unendlich viel Kraft. Wenn man so will, Fortbewegung durch Überlebenswille. So wie dieser Weggefährte. Nicht so herrlich ordinär wie ein C63, aber so extraordinär wie Monty Pythons schwarzer Ritter. Und der Accent hier hat schon den einen oder anderen Kratzer. Allerdings kaum der Rede wert. Akzente eben.
Laufleistung
191Tsd zarte Kilometerchen.
Wie weit?
so ca. 20 sehr intensive km.
Handbuch gelesen?
Bitte? Als ob man für einen Lichtschalter eine Bedienungsanleitung braucht...
Erster Eindruck
*LOL! Ein fertiger Haufen Schrott, ein Wunder dass dieser Haufen Blech und Plastik überhaupt eine Strassenzulassung hat. Lack fertig, Interieur sieht aus wie durchgekaut, aber noch nicht ganz ausgespuckt. Wie SAU!
Man muss ja auch mal etwas essen...
ABS und ein Motor mit selektiver Leistungsdrosselung.
Innenraum
Bwaha! Hier redet man nicht von Innenraum, vielmehr von Wohnraum. Viele Hersteller bemühen sich, mittels edler Materialien, Ambientelichtern und flauschiger Haptik ein Gefühl von Wohnraum zu vermitteln. Leider vergisst man dabei, dass in solch einer sterilen Umgebung eigentlich nicht wohnen möchte, weil man eben die Perfektion jener Wohnlichkeit nicht zerstören möchte. Man putzt, poliert, staubt ab. Aber wer tut das in seinen vertrauten vier Wänden eigentlich? Sicherlich nicht jeder. Wie bei diesem Studentenkoreaner. Es lässt sich nicht abstreiten, das ist das zweite Zimmer in der Einzimmerwohnung mit Doppelfunktion als Mülleimer. Scheiss auf den Staubsauger, auf den Staublappen und auf die Ordnung. Aber trotz bzw. gerade wegen der desolaten Optik eines Granatentestgeländes ist diese Karre mit Leben erfüllt. Auch wenn's die meisten nicht verstehen, ich fühl mich hier so wohl wie unter meiner 30 Jahre alten verfilzten Mickymauswolldecke.
Keks? Irgendwo liegt sicher noch einer rum.
Hier wird nicht geraucht!
Bibliothek mit eingebautem Kleiderschrank.
Wo soll ich bloss anfangen. Der zweite Gang besitzt eine einwandfreie akustische Rückmeldung über zu viel Vehemenz beim Schalten, die Synchronringe spielen mir lautstark das Lied vom Tod. Mit viel Feingefühl geht der Wechsel in die zweite Fahrstufe aber auch ohne akustische Untermalung. Power? Nö. Unglaublichen Durchzug gibt's erst ab ca. 80km/h. Wenn man beide Seitenfenster unter martialischem Quietschen runterkurbelt. Dann ist in dem Hyundai aber die Hölle los, egal in welchem Gang.
Nach 10 Kilometern
Mein erster Eindruck bestätigt sich. Das Auto ist eigentlich so gut wie fertig und seit 50tsd km reif für die Presse. Dennoch, ich werde das Gefühl nicht los, hier hab ich es mit einem kleinen Kämpfer zu tun. Er gibt nicht auf, dieser kleine grüne und schwarze Haufen Blech gibt vermutlich niemals auf.
Multimediaplunder
Ein Radio ist drin, und vier Lautsprecher. Davon gehen zwei (vorne), diejenigen auf der Heckablage sind eher zur Zier als zu Wiedergabe von Musik gedacht.
Fachmännisch verkabelt.
fachgerechte Aufbewahrung von EDV-Arbeitsmitteln.
Die Fahrt
Wirklich weit bin ich mit der grünen Studentenwohnung nicht gefahren. Dafür war die Fahrt umso intensiver. Die Maschine wollte nicht so recht aufwachen, beim Tritt auf's Gas zieht sich die Maschine die Decke einfach über den Kopf und dreht sich nochmal um. Ob ich vielleicht morgen nochmal wiederkommen möchte um Leistung abzurufen? Wobei, von der Optik her müsste man meinen, dass das Triebwerk wach, geduscht und topfit sein müsste.
Sauber.
Die 5-Gang Schaltung hat so Ihre Tücken. Der besagte zweite Gang braucht eine Menge Gefühl, sonst kracht's. Die anderen vier Gänge inkl. Rückfahrstufe sind aber so problem- wie gefühllos. Die Koreaner haben hier den Wunsch nach Wertigkeit, Sportlichkeit, einem knackigen Gefühl in allen Belangen gekonnt ignoriert. Wer in dem Hyundai etwas Knackiges haben möchte, verstreut einfach eine grosse Tüte Chips im Innenraum, fällt auch kaum auf.
Die Lenkung verdient ein Lob. Ohne jegliche aufwendige Sensorik kann auch dieses Konstrukt einwandfrei das Fahren von Linkskurven akustisch anmelden. Bei etwas mehr als einer Handbreit Einschlag wird hier mittels einem penetranten Quietschgeräusch vermittelt, dass man gerade links abbiegt. Super. Auch eine analoge akustische Parkdistanzkontrolle ist an Bord;
Stop!
Komfortabel ist er, der Hyundai. Wirklich, man kann eindeutig feststellen, dass hier zweifelsfrei irgendein Fahrwerk verbaut ist und die schmalen Gummis geben in flott gefahrenen Kurven gerade noch so wenig Seitenhalt, dass man sich nicht aus Versehen überschlägt. Überhaupt wollte ich den Accent aber gar nicht schnell fahren, dafür fühlte sich das Volant zu sehr nach einer Handvoll Spaghetti viel zu al dente an. Aber cruisen geht und da es sich hier um das Sondermodell "Cool Magic" handelt, sogar mit einem kühlen Kopf dank Klimaanlage.
Simsalabim!
Viele elektronische Helferlein finden sich nicht im Accent, ich frage mich, wo hier 255Ampere fliessen sollen, wenn denn mal so alles am Start ist.
Da der Deckel am Sicherungskasten fehlt, nehm' ich mal an, dass hier des Öfteren mal nachgebessert werden muss. Im Schadensfall liegen im Auto auch immer genügend finanzielle Mittel für Notfallsicherungen rum:
Alles ist hier eine Münzablage!
Trotz des eher abgekämpften Zustandes dieser Fuhre kann ich mir ein breites Grinsen während der Fahrt nicht verkneifen. Auch wenn hier kein dicker V8, keine High-End Unterhaltungselektronik und auch keine schnieken Kuhhäute verbaut sind mag ich den kleinen grünen Ritter und würde ihn gerne auch noch etwas weiter fahren. De Facto kann ich mir sogar vorstellen, den Haufen ramponiertes Blech im harten Alltag zu bewegen, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt die Strecke nach Berlin damit fahren möchte. Schliesslich fühlen sich ja auch Plüschtiere in die Fuhre wohl, und keines wurde bis jetzt ernsthaft verletzt:
Ich habe Dinge gesehen...
Auch wenn ich anfangs kaum glauben konnte, dass das Ding kürzlich wieder eine Strassenzulassung erhalten hat, schlussendlich scheint das gerechtfertigt. Verzieht nicht beim Bremsen, Auspuff ist dran, beschleunigt meistens nach vorne und Licht geht auch. Fazit
Irgendwann fällt dem Hyundai ein Rad ab. Und kein Bordcomputer wird diesen Defekt zugestehen, in der Werkstatt wird man sagen, "Das ist nur ein Kratzer, fahren sie weiter bis es schlimmer wird". So ungefähr stell ich mir das vor.
Macht aber nix, dafür wurde der Hobel wohl gebaut. Ein Auto, welches seit Jahren ohne nennenswerte Zuneigung immer noch zuverlässig seinen Dienst verrichtet, hat trotz der lausigen Verarbeitung, dem Billigplaste-Interieur und dem wabbligen Fahrverhalten Anerkennung verdient. Solche Kisten enden oft in einem Wald, wo man stundenlang versucht, ihnen den Rest zu geben. Aber ich glaube, auch das wird hier nicht so einfach sein, der Accent wird sich wehren, dem Tod ins Auge spucken und lautstark verkünden: Nehmt den Baum aus meinem trockenen Kühler, ich bin noch nicht tot!
Kaufen?
Sie studieren? Sie suchen Wohnraumerweiterung? Die Kohle ist knapp? Sie sind Polyautoxikomane? Optik und Motorisierung egal, Hauptsache innen trocken und aussen rund? Und sie möchten trotzdem ein Auto, dass auf seine Art und Weise Spass macht? Dann suchen sie sich einen Hyundai Accent, am besten mit Cool Magic Paket. Unterhaltung und Vorankommen garantiert, auch ganz ohne den sonst so viel zitierten Fahrspass.
Und wer irgendwann keine Lust mehr hat, mit dem Koreaner nach Hause zu fahren, sollte diese Unlust gleich zum Motto machen;
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Spitzenblog!!! Grandios ge- und beschrieben. Tausend Dank für das Zitieren meines kleinen Blögleins!
AntwortenLöschenGruß an die Ente!
Der Löwe