Motorisierte Hauptdarsteller - 7. Teil
Vorwort
Es gibt Filme, die bleiben weniger in Erinnerung wegen der Story, den Schauspielern, den tollen Landschaften oder wegen eines Oscars, welcher verliehen wurde. Dieser Streifen ist genau ein solcher, der den Leuten nicht wegen der Handlung in Erinnerung bleiben, sondern wegen der legendären Verfolgungsjagd. Und die hat es in sich.
Spoileralarm ab hier!
Bullitt
Die Hauptdarsteller in Fleisch und Blut
Lieutenant Frank Bullitt, gekonnt gespielt von Steve McQueen, der seine Rolle als böser Bulle mit eiserner Mimik spielt, kaum ein Lächeln streift seine Gesichtszüge. Er konnte also auch den harten Hund markieren, entgegen seiner eher komisch angehauchten Rolle in "Gesprengte Ketten".
Staatsanwalt Walter Chalmers, gespielt von Robert Vaughn. Vaughn wird jedem bekannt sein der ab und an mal A-Team gekuckt hat. Und auch in vielen anderen Streifen mimte er gerne den undurchsichtigen Bösewicht, eine Rolle die ihm anscheinend liegt.
Der Taxifahrer Weissberg, gespielt von Robert Duvall. Obwohl seine Rolle in Bullitt eher klein war, war er damals schon kein Unbekannter im Filmgeschäft. Und heute ist er kaum aus Hollywood wegzudenken, er hat in zig Kassenschlagern mitgespielt.
Der andere Fahrer, gespielt von Bill Hickman. Hickman fährt in der Verfolgungsjagd den Dodge Charger mit versteinerter Mine und einer stoischen Gelassenheit. Der abgebrühteste Buchhalter aller Zeiten! :-D
Und dann war da noch Carey Loftin.
Was? Wer? Reicht das um hier namentlich erwähnt zu werden, ganz ohne Leinwandpräsenz? Ich denke schon, denn Loftin war nicht nur (auch) der Stuntkoordinator von "Bullitt", sondern auch von Vanishing Point und er war auch derjenige, der den ominösen Trucker in Duell gespielt bzw. den Truck gefahren hat. Das ist aber bei weitem nicht alles. Loftins Handschrift findet sich in unzähligen Filmen und Serien, Smokey and the Bandit, Knight Rider, MacGyver, Das A-Team, The Dukes of Hazard..., kaum ein Werk aus Hollywood, in dem Loftin nicht das eine oder andere Blech verbogen hat, als Fahrer oder als Koordinator. Zu Recht wird Loftin als der grösste Stuntfahrer aller Zeiten genannt, jedoch trifft ihn das Schicksal des "Unknown Stuntman" mit voller Wucht, er wurde nur höchst selten im Abspann erwähnt. Umso ironischer dass er auch bei "The Fall Guy" bzw. "Ein Colt für alle Fälle" seinen Stempel hinterlassen hat.
Quelle
Die Hauptdarsteller in Blech und Gummi
Der 1968er Ford Mustang GT-390 Fastback von Frank Bullitt.
Obwohl der 390er damals als eines der schnelleren Ponys galt, war der Mustang seinem Gegenspieler zumindest leistungstechnisch weit unterlegen. Gerüchteweise wurde die Maschine des bzw. der beiden für den Film verwendeten Mustang in der Leistung gesteigert. Eine scharfe Nockenwelle, angepasste Zylinderköpfe und Vergaser verhalfen dem "kleinen" Ford zu der Leistungsspritze die er benötigte, um mit dem grossen Mopar mitzuhalten.
Im Film scheint der Mustang ein 16-Gang Getriebe verbaut zu haben, faktisch war es aber nur ein manuelles 4-Gang Getriebe. Jedoch haben die Macher des Films aus reiner Liebhaberei an dem röchelnden Sound des V8's die Gangwechsel zahlreich akustisch inszeniert, gerade noch so, dass es nicht nervt, ich kann gut damit leben. Und kein Vergleich zu den 256 Schaltvorgängen in den F2F Filmen der letzten Jahre.
Der 1968er Dodge Charger 440 R/T Magnum der bösen Buben.
Etwas schmalfüssig kommt der Charger daher, vor allem mit den Radkappen in Verbindung mit den schmalen Weisswandwurstreifen. Man sollte sich aber täuschen, der Charger war damals mit dem 440er eine wahre Macht auf den langen Geraden. Aber eben, nur auf den Geraden. Kurven mochte der Charger ganz offensichtlich nicht, die an einen grossen Eimer Joghurt angeschlossene Lenkung und das vermutlich ebenfalls aus Joghurt gemachte Fahrwerk verhinderten zielgenaues Kurvenfahren schon im Ansatz. Aber immerhin, die bösen Männer fuhren flott und komfortabel auf der Geraden. Bis heute klebt an dem Charger ein wenig der Ruf des Bad Guy-Car. Und damit möchte ich eigentlich auch einen haben. Aber eigentlich auch deswegen.
Die Verfolgungsjagd
Das ist es dann auch, was mir am ehesten in Erinnerung blieb. Schon alleine deswegen, weil sie satte 12 Minuten dauert und meinetwegen auch nochmal so lange hätte dauern dürfen. Auch wegen dem Soundtrack, seitdem gehören für mich Big Bands, San Francisco und schwere Strassenkreuzer fest zusammen. Achja, und dicke Nasen gehören da auch noch rein. Richtig los geht's aber erst, als Bullitt durch eine kleine List den Jäger zum Gejagten macht.
Auch hier wird wie in Duell wieder der Innenspiegel zu dem Element, dass dem (unfreiwillig) Verfolgten den Schweiss in die Achseln treibt. Der Fahrer des Chargers entschliesst sich zur Flucht nach vorne.
Loftin und Hickman lassen es so richtig krachen. Ab sofort wird das Material nicht mehr geschont und der Spritverbrauch in astronomische Höhen getrieben. Ein Fest für die Sinne, JETZT möchte ich Geruchsfernsehen haben!
Während der Hetzjagd durch die Strassen von San Francisco sieht man auch ohne spezielle Kenntnisse über Fahrzeugdynamik, der Charger wird etwas über sein eigentliches Potential hinausgetrieben.
So wird Hickman mindestens einmal von Lastwechselreaktionen überrascht, welche mit der LKW-Lenkung des Chargers nicht auszubügeln sind. Immerhin, sie haben's nicht rausgeschnitten.
Aber auch McQueen, der einige wenn auch nicht alle Manöver selber gefahren ist wird ein Opfer des kopflastigen 390ers seines Ponys und erwischt eine Kurve auf dem falschen Reifen. Routiniert, wie er damals durch seinen gelegentlichen Ausflüge in den Motorsport schon war, hat er daraus ein nicht minder spektakuläres Wendemanöver gemacht und dabei eine Menge Rauch erzeugt. Und dabei dieser Gesichtsausdruck, Herrlich!
Die Radkappen des Chargers stellten sich im Nachhinein als weniger gute Idee heraus, so verlor der grosse Dodge eine nach der anderen und die Sprünge durch die Hügel San Franciscos waren dafür nicht gerade ideal. Welches arme Schwein musste wohl dauernd die verlorenen Chromdeckel zusammensuchen?
Der VW Käfer links hatte übrigens wie auch ein weisser Pontiac Firebird gleich einen Mehrfachauftritt. Wie fies für den Fahrer des Käfers, er musste am Rand der Strasse vor sich hinboxern, während die Jungs ihre grossvolumigen V8's fliegen lassen durften.
Die Jagd geht dann irgendwann auch aus der Stadt raus, vor allem für den riesigen Charger kein Nachteil, braucht er gerade bei Verfolgungswahn doppelt soviel Platz wie sonst und das ist schon mal nicht wenig (5.3m lang, knapp zwei Meter breit). Und gerade bei den gebotenen Geschwindigkeiten ist es schon beeindruckend, wie die Fahrer diese beiden Monster mehr oder weniger millimetergenau durch den Statistenverkehr zirkeln.
Hier scheinen fatale Crashs nur eine Frage des Glücks aller Beteiligten zu sein. Oder eben die tolle Arbeit von einem eingespielten und erfahrenen Stuntteam.
Die beiden Autos sehen nun nicht mehr ganz so taufrisch aus wie am Anfang der Verfolgungsjagd, hauptsächlich auch deswegen, weil eine Menge Feindkontakt und die eine oder andere Leitplanke ihre Spuren hinterlassen haben. Dem Charger werden nun ein letztes Mal alle Radkappen wieder aufgezogen. Allerdings auch nur, um sie gleich wieder zu verlieren.
Bullitt schubst den Dodge und die beiden bösen Jungs von der Strasse, direkt in eine Tankstelle. Naja, eigentlich knapp daneben. Einigen Aussagen zufolge soll der Charger eine solch unpräzise Lenkung gehabt haben, dass der Stuntfahrer die Tankstelle schlicht nicht getroffen hat. Tatsache ist aber, in dem Charger sassen nur Puppen, dieser wurde vom Mustang mitgezogen und kurz vor der Kurve ausgeklinkt;
Während der Explosion sieht man dann auch, wie sich der Dodge hinter dem Gebäude überschlägt.
Damit enden dann auch die legendären zwölf Minuten von "Bullitt". Für den Rest des Films hatte ich so ein wenig den Eindruck, dass die Macher die Idee für die Verfolgungsjagd zuerst hatten und sich dann die Story drum herum später zugelegt haben. Wäre der Ganz Film so flott inszeniert wie die Jagd, wäre der Erfolg des Streifens wohl ein ganz anderer gewesen.
"Bullitt" ist kein cineastisches Meisterwerk, nein. Steve McQueen versumpft trotz seiner grossartigen Präsenz in endlosen Dialogen, dunklen Einstellungen und vielen Szenen bei Nacht und die Handlung schwankt (glaub ich) zwischen hauchdünn und völlig verworren. Und trotzdem, man muss "Bullitt" als Petrolhead einfach mal gesehen haben, lange vor den Werken mit Diesel oder Cage. Die Stunts hier sind erstklassig, ohne CGI getürkt und man ist tatsächlich mit nur vier Autos ausgekommen, wobei die beiden Mustang sogar noch fahrbar waren. Die zwölf Minuten sind immer wieder schön anzuschauen und vor allem auch anzuhören, das ist feinstes Benzinkino.
Es gibt Filme, die bleiben weniger in Erinnerung wegen der Story, den Schauspielern, den tollen Landschaften oder wegen eines Oscars, welcher verliehen wurde. Dieser Streifen ist genau ein solcher, der den Leuten nicht wegen der Handlung in Erinnerung bleiben, sondern wegen der legendären Verfolgungsjagd. Und die hat es in sich.
Spoileralarm ab hier!
Bullitt
Als "Bullitt" 1968 in die Kinos kam, hatte Steve McQueen schon den einen oder anderen Film mit seinem klangvollen Namen zum Erfolg geführt. Für mich bleibt McQueen ewig in Erinnerung als der Bunkerkönig im Film "Gesprengte Ketten", einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Die Handlung in Bullitt gehört aber eben leider zu denen, die so gar nicht im Gedächtnis haften bleiben. Die Hauptdarsteller in Fleisch und Blut
Lieutenant Frank Bullitt, gekonnt gespielt von Steve McQueen, der seine Rolle als böser Bulle mit eiserner Mimik spielt, kaum ein Lächeln streift seine Gesichtszüge. Er konnte also auch den harten Hund markieren, entgegen seiner eher komisch angehauchten Rolle in "Gesprengte Ketten".
Der Taxifahrer Weissberg, gespielt von Robert Duvall. Obwohl seine Rolle in Bullitt eher klein war, war er damals schon kein Unbekannter im Filmgeschäft. Und heute ist er kaum aus Hollywood wegzudenken, er hat in zig Kassenschlagern mitgespielt.
Heute fahr ich Taxi, morgen ein Raumschiff. |
Der andere Fahrer, gespielt von Bill Hickman. Hickman fährt in der Verfolgungsjagd den Dodge Charger mit versteinerter Mine und einer stoischen Gelassenheit. Der abgebrühteste Buchhalter aller Zeiten! :-D
Bill Hickman bei der Arbeit. |
Was? Wer? Reicht das um hier namentlich erwähnt zu werden, ganz ohne Leinwandpräsenz? Ich denke schon, denn Loftin war nicht nur (auch) der Stuntkoordinator von "Bullitt", sondern auch von Vanishing Point und er war auch derjenige, der den ominösen Trucker in Duell gespielt bzw. den Truck gefahren hat. Das ist aber bei weitem nicht alles. Loftins Handschrift findet sich in unzähligen Filmen und Serien, Smokey and the Bandit, Knight Rider, MacGyver, Das A-Team, The Dukes of Hazard..., kaum ein Werk aus Hollywood, in dem Loftin nicht das eine oder andere Blech verbogen hat, als Fahrer oder als Koordinator. Zu Recht wird Loftin als der grösste Stuntfahrer aller Zeiten genannt, jedoch trifft ihn das Schicksal des "Unknown Stuntman" mit voller Wucht, er wurde nur höchst selten im Abspann erwähnt. Umso ironischer dass er auch bei "The Fall Guy" bzw. "Ein Colt für alle Fälle" seinen Stempel hinterlassen hat.
Quelle
Die Hauptdarsteller in Blech und Gummi
Der 1968er Ford Mustang GT-390 Fastback von Frank Bullitt.
Obwohl der 390er damals als eines der schnelleren Ponys galt, war der Mustang seinem Gegenspieler zumindest leistungstechnisch weit unterlegen. Gerüchteweise wurde die Maschine des bzw. der beiden für den Film verwendeten Mustang in der Leistung gesteigert. Eine scharfe Nockenwelle, angepasste Zylinderköpfe und Vergaser verhalfen dem "kleinen" Ford zu der Leistungsspritze die er benötigte, um mit dem grossen Mopar mitzuhalten.
Im Film scheint der Mustang ein 16-Gang Getriebe verbaut zu haben, faktisch war es aber nur ein manuelles 4-Gang Getriebe. Jedoch haben die Macher des Films aus reiner Liebhaberei an dem röchelnden Sound des V8's die Gangwechsel zahlreich akustisch inszeniert, gerade noch so, dass es nicht nervt, ich kann gut damit leben. Und kein Vergleich zu den 256 Schaltvorgängen in den F2F Filmen der letzten Jahre.
Der 1968er Dodge Charger 440 R/T Magnum der bösen Buben.
da sind sie, die pösen Puben! |
Etwas schmalfüssig kommt der Charger daher, vor allem mit den Radkappen in Verbindung mit den schmalen Weisswandwurstreifen. Man sollte sich aber täuschen, der Charger war damals mit dem 440er eine wahre Macht auf den langen Geraden. Aber eben, nur auf den Geraden. Kurven mochte der Charger ganz offensichtlich nicht, die an einen grossen Eimer Joghurt angeschlossene Lenkung und das vermutlich ebenfalls aus Joghurt gemachte Fahrwerk verhinderten zielgenaues Kurvenfahren schon im Ansatz. Aber immerhin, die bösen Männer fuhren flott und komfortabel auf der Geraden. Bis heute klebt an dem Charger ein wenig der Ruf des Bad Guy-Car. Und damit möchte ich eigentlich auch einen haben. Aber eigentlich auch deswegen.
Die Verfolgungsjagd
Das ist es dann auch, was mir am ehesten in Erinnerung blieb. Schon alleine deswegen, weil sie satte 12 Minuten dauert und meinetwegen auch nochmal so lange hätte dauern dürfen. Auch wegen dem Soundtrack, seitdem gehören für mich Big Bands, San Francisco und schwere Strassenkreuzer fest zusammen. Achja, und dicke Nasen gehören da auch noch rein. Richtig los geht's aber erst, als Bullitt durch eine kleine List den Jäger zum Gejagten macht.
Ups! |
Safety first! |
Während der Hetzjagd durch die Strassen von San Francisco sieht man auch ohne spezielle Kenntnisse über Fahrzeugdynamik, der Charger wird etwas über sein eigentliches Potential hinausgetrieben.
So wird Hickman mindestens einmal von Lastwechselreaktionen überrascht, welche mit der LKW-Lenkung des Chargers nicht auszubügeln sind. Immerhin, sie haben's nicht rausgeschnitten.
Aber auch McQueen, der einige wenn auch nicht alle Manöver selber gefahren ist wird ein Opfer des kopflastigen 390ers seines Ponys und erwischt eine Kurve auf dem falschen Reifen. Routiniert, wie er damals durch seinen gelegentlichen Ausflüge in den Motorsport schon war, hat er daraus ein nicht minder spektakuläres Wendemanöver gemacht und dabei eine Menge Rauch erzeugt. Und dabei dieser Gesichtsausdruck, Herrlich!
Die Radkappen des Chargers stellten sich im Nachhinein als weniger gute Idee heraus, so verlor der grosse Dodge eine nach der anderen und die Sprünge durch die Hügel San Franciscos waren dafür nicht gerade ideal. Welches arme Schwein musste wohl dauernd die verlorenen Chromdeckel zusammensuchen?
Der VW Käfer links hatte übrigens wie auch ein weisser Pontiac Firebird gleich einen Mehrfachauftritt. Wie fies für den Fahrer des Käfers, er musste am Rand der Strasse vor sich hinboxern, während die Jungs ihre grossvolumigen V8's fliegen lassen durften.
Die Jagd geht dann irgendwann auch aus der Stadt raus, vor allem für den riesigen Charger kein Nachteil, braucht er gerade bei Verfolgungswahn doppelt soviel Platz wie sonst und das ist schon mal nicht wenig (5.3m lang, knapp zwei Meter breit). Und gerade bei den gebotenen Geschwindigkeiten ist es schon beeindruckend, wie die Fahrer diese beiden Monster mehr oder weniger millimetergenau durch den Statistenverkehr zirkeln.
Hier scheinen fatale Crashs nur eine Frage des Glücks aller Beteiligten zu sein. Oder eben die tolle Arbeit von einem eingespielten und erfahrenen Stuntteam.
Die beiden Autos sehen nun nicht mehr ganz so taufrisch aus wie am Anfang der Verfolgungsjagd, hauptsächlich auch deswegen, weil eine Menge Feindkontakt und die eine oder andere Leitplanke ihre Spuren hinterlassen haben. Dem Charger werden nun ein letztes Mal alle Radkappen wieder aufgezogen. Allerdings auch nur, um sie gleich wieder zu verlieren.
weg mit den Deckeln! |
Quelle: www.dodgecharger.com |
Damit enden dann auch die legendären zwölf Minuten von "Bullitt". Für den Rest des Films hatte ich so ein wenig den Eindruck, dass die Macher die Idee für die Verfolgungsjagd zuerst hatten und sich dann die Story drum herum später zugelegt haben. Wäre der Ganz Film so flott inszeniert wie die Jagd, wäre der Erfolg des Streifens wohl ein ganz anderer gewesen.
"Bullitt" ist kein cineastisches Meisterwerk, nein. Steve McQueen versumpft trotz seiner grossartigen Präsenz in endlosen Dialogen, dunklen Einstellungen und vielen Szenen bei Nacht und die Handlung schwankt (glaub ich) zwischen hauchdünn und völlig verworren. Und trotzdem, man muss "Bullitt" als Petrolhead einfach mal gesehen haben, lange vor den Werken mit Diesel oder Cage. Die Stunts hier sind erstklassig, ohne CGI getürkt und man ist tatsächlich mit nur vier Autos ausgekommen, wobei die beiden Mustang sogar noch fahrbar waren. Die zwölf Minuten sind immer wieder schön anzuschauen und vor allem auch anzuhören, das ist feinstes Benzinkino.
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