Auf der Suche nach meinem ersten Muscle Car - Teil 2 - die Mopar Fraktion
Vorwort
Die Muscle Cars aus den Hallen Chryslers fand ich schon immer speziell. Speziell geil. Abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen waren sie immer noch eine Nummer länger, breiter, verrückter und vulgärer als die Konkurrenz aus den Häusern GM und Ford. Die Namensgebungen waren noch von altem Schrot und Korn, Challenger, Charger, Coronet, das klang alles nach einer Menge Herrsch- und Streitlust im Hause Dodge. Was aber die Suche nach so einer fahrenden Kriegserklärung nicht unbedingt leichter macht, sind die Verkaufszahlen in den frühen Tagen zwischen '66 und '71. Sie sind einfach nicht so leicht zu finden wie die Chevys oder die Fords. Immerhin, das hats ziemlich spannend gemacht und man merkt, die Mopar-Leute sind einfach ein wenig anders als die Chevy- oder Fordliebhaber. Mir erschienen sie etwas durchgedrehter, meiner Natur entsprechend haben also die Mopars für mich sowas wie das Nach Hause kommen.
Der Dodge Charger
Über der Charger alleine liesse sich mindestens ein Buch schreiben. Er hatte das Bad Boy Image wie kein zweiter und war nicht nur bei den Dukes der Garant für Chaos und mies gelaunte Pozilisten. Obwohl, der Charger der ersten Generation war so gar kein Bad Boy;
Die erste Generation stand so gar nicht auf meinem Zettel, auch wenn dieses Exemplar anscheinend nicht ganz so spurlos an mir vorbeiging, ein Foto war's mir dann doch wert. Aber, zu vernünftig kam er mir daher, zu wenig Bottleneck und dafür viel zu viel Käse im Heck. Ne, wenn, dann schon den Charger;
Ein Kotflügel wie eine Hundehütte, ein Motorraum wie ein Gartenhaus. So muss das!
Verbaut war die für mich perfekte 440er Magnum Maschine, also gute 7.2 Liter Hubraum. Leistung? Mehr als genug für eine Starrachse, Blattfedern und Trommelbremsen. Dimensionen? Auweia, jetzt wird's kritisch, 5.3 Meter lang, einsfünfundneunzig breit. Himmel, wohin mit so viel Blech, keine normale Garage ausserhalb der Staaten ist für dieses Gerät ausgelegt, als ob man eine Bratwurst durch ein Nadelöhr zwingen will. Aber, das war mir erstmal egal, ich mochte mir keine Gedanken über aufkommende Probleme machen. Dieser Charger stand da wie aus dem Katalog und die Qualität der vorausgegangenen Restauration war schon sehr beeindruckend, sowas habe ich nur zwei oder vielleicht dreimal gesehen. Der Schrottplatz in Miami war spätestens bei diesem Charger komplett vergessen und als Schandfleck der amerikanischen Classic Car Händlerschaft abgetan.
Der Plymouth Road Runner
Im Gegensatz zu den eher seltenen Chargern habe ich von diesen Vögeln eine Menge gesehen, in allen Farben, Variationen und Zuständen.
Der allmächtige Hemi. Für den musste ich eigentlich nicht weit gehen, der stand gleich bei dem grünen Charger im selben Showroom. Und damit liessen sich auch gleich die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden grösstenteils baugleichen Autos feststellen. Dieselbe Seitenlinie, derselbe Innenraum, dasselbe Chassis. Lediglich Front und Heck hat man umgestaltet. Nur, zwischen diesem Roadrunner und dem Charger bestand ein recht schmerzhafter Unterschied in Form von rund 50'000.- harten US Dollaren.
Dieser rote Vogel hatte eben genau den Motor verbaut, den damals und heute alle haben wollen wie die Bekloppten. Einen 426er (7.0L) Hemi.
Dieses feine und vor allem potente Triebwerk war damals die erste Wahl für den Sonntag auf der Viertelmeile. Und wer heute ein solches Auto als Hemi zu erkennen gibt, erntet von anderen Benzinfanatikern ein wohlwollendes, aber auch neidisches Nicken, meist mit den Mundwinkeln nach unten.
Doch, es musste für mich kein Hemi sein. Also jein, eigentlich doch, aber mein Budget hat da erstmal energisch den Kopf geschüttelt und auf meine Nachfrage hin "sicher nicht?" einen veritablen Lachkrampf gekriegt. Ok, erstmal vergessen. Es gibt ja noch andere Showrooms mit 5.3m Blech aus Detroit.
Kandidat eins; ein ebenfalls mehr oder weniger liebevoll restaurierter Roadrunner. Die Rückspiegel und die Farbcombo von Orange aussen und weiss innen liessen mich aber einen Schritt weitergehen. Sieht aus wie eine dieser Mandarinen, bei denen man beim schälen schon fast wahnsinnig wird.
Eins weiter rechts, dasselbe in schwarz und mit roten Zierstreifen, sogar an den Reifen, ich liebe solche Details. Innen wie aussen war dieser feine Herr ebenfalls in beneidenswert gutem Zustand. Rundherum Blech, nur im Heckscheibenrahmen mangelte es ein wenig an Substanz. Wo es leider auch mangelte war an der Verhandlungsbereitschaft des Händlers. Auch wenn dieses Auto tadellos war und nur wenig Anlass für Makel bot, war er schlicht zu teuer bepreist. Die Option, hier nochmals für eine Probefahrt mit Schlaflosgarantie zurückzukehren hielt ich mir aber offen.
Den hier habe ich eher zufällig auf dem Hinterhof eines anderen Händlers gefunden. Stand im ersten Moment super da und ich dachte schon, hier habe ich vielleicht sowas wie einen Glückstreffer gelandet. Zwei Sachen hielten mich aber nach dem zweiten Blick davon ab, hier überhaupt den Verkaufspreis anzusprechen. Einerseits die Restauration, welche offensichtlich ohne Liebe, aber dafür mit umso mehr Gewinnorientierung durchgeführt wurde. Und andererseits war dieser schon verkauft, angeblich nach Schweden. Ich hoffe, der Käufer hat das Auto nicht via Internet und aufgrund von ein paar vorteilhaften Fotos gekauft.
Doch Moment, ein viertüriger Roadrunner? Gibt's doch gar nicht, gab's auch nie. Nun, der Beweis, dass es zumindest hier und heute ein solches Auto gibt, stand hier vor uns. Wir hatten eine Menge Fragen.
Und diese Räder nenne ich gerne Gangsterfelgen, weil sie immer auf den Autos der bösen Jungs drauf waren. Oder noch öfter auf Streifenwagen. Für mich sind das trotzdem...
Dieser '72 gebaute Bube hatte einen 340er Motor, war matching Numbers und meine Güte, er klang sowas von brachial. Nachdem ich gerade an diesem Tag auch eine Menge Chevys gehört hatte, brachte mich dieser orange Vertreter aus dem Hause Chrysler mal kurz und heftig aus dem Konzept. Der Preis war für den guten Zustand mehr als fair. Die Maschine klang sehr gesund (für mich, nicht für den gemeinen Greenpiesler) und schien ebenfalls aus Liebhaberhand zu stammen. Und; er passt grad noch so in eine normale Garage. Aber (immer diese blöden Abers), es war nicht DER Challenger, den man eigentlich haben möchte. Er war nur ein Kompromiss im Modelljahr, mit einigen Abstrichen in der Optik. Die Akustik liess mich die leicht falsche Optik für einen Moment vergessen, aber als die Maschine verstummte, blieb dann eben doch nur die falsche Optik. Oder? Immerhin, einer meiner Begleiter war hiervon so angetan, dass wir schon ziemlich fest mit einer Kurzschlussreaktion gerechnet haben. Und beim Händler konnte man schon eine Menge Dollarzeichen über dem Kopf rumschwirren sehen, er dachte wohl, er verkaufe heute gleich zwei Autos. Dem war dann aber doch nicht so. Wir schliefen alle nochmal eine Nacht drüber. Zumindest ich hab' die Nacht in einem Bett verbracht.
Die Muscle Cars aus den Hallen Chryslers fand ich schon immer speziell. Speziell geil. Abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen waren sie immer noch eine Nummer länger, breiter, verrückter und vulgärer als die Konkurrenz aus den Häusern GM und Ford. Die Namensgebungen waren noch von altem Schrot und Korn, Challenger, Charger, Coronet, das klang alles nach einer Menge Herrsch- und Streitlust im Hause Dodge. Was aber die Suche nach so einer fahrenden Kriegserklärung nicht unbedingt leichter macht, sind die Verkaufszahlen in den frühen Tagen zwischen '66 und '71. Sie sind einfach nicht so leicht zu finden wie die Chevys oder die Fords. Immerhin, das hats ziemlich spannend gemacht und man merkt, die Mopar-Leute sind einfach ein wenig anders als die Chevy- oder Fordliebhaber. Mir erschienen sie etwas durchgedrehter, meiner Natur entsprechend haben also die Mopars für mich sowas wie das Nach Hause kommen.
Der Dodge Charger
Über der Charger alleine liesse sich mindestens ein Buch schreiben. Er hatte das Bad Boy Image wie kein zweiter und war nicht nur bei den Dukes der Garant für Chaos und mies gelaunte Pozilisten. Obwohl, der Charger der ersten Generation war so gar kein Bad Boy;
Die erste Generation stand so gar nicht auf meinem Zettel, auch wenn dieses Exemplar anscheinend nicht ganz so spurlos an mir vorbeiging, ein Foto war's mir dann doch wert. Aber, zu vernünftig kam er mir daher, zu wenig Bottleneck und dafür viel zu viel Käse im Heck. Ne, wenn, dann schon den Charger;
Ein Kotflügel wie eine Hundehütte, ein Motorraum wie ein Gartenhaus. So muss das!
der Arsch der Ärsche |
Dass man dieses Auto zwingend in einer Garage abstellen sollte ist klar. Weil sonst wird früher oder später ein halbdefekter Hubschrauber auf dem Kofferraum notlanden, das gibt Dellen und ruiniert die Gewichtsverteilung.
Verbaut war die für mich perfekte 440er Magnum Maschine, also gute 7.2 Liter Hubraum. Leistung? Mehr als genug für eine Starrachse, Blattfedern und Trommelbremsen. Dimensionen? Auweia, jetzt wird's kritisch, 5.3 Meter lang, einsfünfundneunzig breit. Himmel, wohin mit so viel Blech, keine normale Garage ausserhalb der Staaten ist für dieses Gerät ausgelegt, als ob man eine Bratwurst durch ein Nadelöhr zwingen will. Aber, das war mir erstmal egal, ich mochte mir keine Gedanken über aufkommende Probleme machen. Dieser Charger stand da wie aus dem Katalog und die Qualität der vorausgegangenen Restauration war schon sehr beeindruckend, sowas habe ich nur zwei oder vielleicht dreimal gesehen. Der Schrottplatz in Miami war spätestens bei diesem Charger komplett vergessen und als Schandfleck der amerikanischen Classic Car Händlerschaft abgetan.
Der Plymouth Road Runner
Im Gegensatz zu den eher seltenen Chargern habe ich von diesen Vögeln eine Menge gesehen, in allen Farben, Variationen und Zuständen.
Der allmächtige Hemi. Für den musste ich eigentlich nicht weit gehen, der stand gleich bei dem grünen Charger im selben Showroom. Und damit liessen sich auch gleich die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden grösstenteils baugleichen Autos feststellen. Dieselbe Seitenlinie, derselbe Innenraum, dasselbe Chassis. Lediglich Front und Heck hat man umgestaltet. Nur, zwischen diesem Roadrunner und dem Charger bestand ein recht schmerzhafter Unterschied in Form von rund 50'000.- harten US Dollaren.
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Stahlfelgen, Radkappen und Reifen in Wienerwürstchendimension auf dem Topmodell Das wär mal was für die heutigen AMG's und M's... |
Beepbeep! |
Dieses feine und vor allem potente Triebwerk war damals die erste Wahl für den Sonntag auf der Viertelmeile. Und wer heute ein solches Auto als Hemi zu erkennen gibt, erntet von anderen Benzinfanatikern ein wohlwollendes, aber auch neidisches Nicken, meist mit den Mundwinkeln nach unten.
Doch, es musste für mich kein Hemi sein. Also jein, eigentlich doch, aber mein Budget hat da erstmal energisch den Kopf geschüttelt und auf meine Nachfrage hin "sicher nicht?" einen veritablen Lachkrampf gekriegt. Ok, erstmal vergessen. Es gibt ja noch andere Showrooms mit 5.3m Blech aus Detroit.
Eins weiter rechts, dasselbe in schwarz und mit roten Zierstreifen, sogar an den Reifen, ich liebe solche Details. Innen wie aussen war dieser feine Herr ebenfalls in beneidenswert gutem Zustand. Rundherum Blech, nur im Heckscheibenrahmen mangelte es ein wenig an Substanz. Wo es leider auch mangelte war an der Verhandlungsbereitschaft des Händlers. Auch wenn dieses Auto tadellos war und nur wenig Anlass für Makel bot, war er schlicht zu teuer bepreist. Die Option, hier nochmals für eine Probefahrt mit Schlaflosgarantie zurückzukehren hielt ich mir aber offen.
Den hier habe ich eher zufällig auf dem Hinterhof eines anderen Händlers gefunden. Stand im ersten Moment super da und ich dachte schon, hier habe ich vielleicht sowas wie einen Glückstreffer gelandet. Zwei Sachen hielten mich aber nach dem zweiten Blick davon ab, hier überhaupt den Verkaufspreis anzusprechen. Einerseits die Restauration, welche offensichtlich ohne Liebe, aber dafür mit umso mehr Gewinnorientierung durchgeführt wurde. Und andererseits war dieser schon verkauft, angeblich nach Schweden. Ich hoffe, der Käufer hat das Auto nicht via Internet und aufgrund von ein paar vorteilhaften Fotos gekauft.
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Das Heck an allen Ecken krumm, die Heckscheibe wird schon vom blühenden Rost rausgedrückt. Weg hier. |
Nein, der war höchstens gut dafür, dass man nachher wusste, was man eben genau nicht kaufen sollte, ausser man wollte ein Fass ohne Boden bei sich zu Hause vor der Garage stehen haben. Weil, reinpassen tut der ja auch nirgends, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob schwedische Normgaragen vielleicht grösser sind wie unsere.
So richtig gepackt haben mich die Roadrunner alle nicht so wirklich und wenn haben die meist recht hohen Preise meiner aufkommenden Euphorie ganz langsam die Kehle zugedrückt. Wenn schon diese Form in diesen Preisregionen, dann die mit dem riesigen Grill und den Klappscheinwerfern aus dem Hause Dodge. Die Roadrunner waren für mich immer ein wenig ein Kompromiss zum Charger. Dachte ich. Irgendwie. Denn dann fanden wir ganz unverhofft diesen etwas komischen Kauz in den Hinterhallen eines Händlers.
Doch Moment, ein viertüriger Roadrunner? Gibt's doch gar nicht, gab's auch nie. Nun, der Beweis, dass es zumindest hier und heute ein solches Auto gibt, stand hier vor uns. Wir hatten eine Menge Fragen.
Und diese Räder nenne ich gerne Gangsterfelgen, weil sie immer auf den Autos der bösen Jungs drauf waren. Oder noch öfter auf Streifenwagen. Für mich sind das trotzdem...
Ich mag sie auf den Mopars einfach lieber als irgendwelche Sporträder, die haben so was schlichtes, unschuldig Gangsterhaftes. Wie Gangster halt so sind, meistens unheimlich unschuldig.
Trotzdem, es handelte sich hier nicht um ein authentisches Auto und gerade den Mopar-Enthusiasten werden sich bei diesem schizophrenen Satellite die Zehennägel hochrollen. Der Schlitten hatte die Jahre vor dem Umbau sein Dasein als unrestaurierter Plymouth Satellite gefristet. Er war im Besitz der Tochter eines Mopar-Fanatikers, welcher den Satellite nach der Schulzeit jener Tochter zum ersten und wohl einzigen viertürigen Roadrunner umgebaut hat. Und heiliges Kanonenrohr, das hat er perfekt hingekriegt. Der Umbau war dermassen voller Details, wie sie nur ein Kenner umsetzen kann. Der 440er Super Commando mit Vierfachvergaser vorne drin, die makellose Lackierung und die Decals, der völlig sinnbefreite Spoiler auf dem Heck, der Tacho mit dem Drehzalmesser, die originale Möpmöp-Hupe, das richtige Lenkrad und überall jener Vogel, der mich in meiner frühesten Jugend schon zu schallendem Gelächter motiviert hat. Hier fand man alles, was an einem authentischen Roadrunner auch zu finden war. Und; der Händler war sofort bereit, diese böse Familienkutsche zum Leben zu erwecken, ich vermute da auch ein wenig Eigeninteresse jenes Verkaufsberaters. Die Maschine sprang auf die erste Umdrehung sofort an und verfiel in einen stabilen Leerlauf, begleitet von der schönsten Motorenakustik überhaupt. Ich war hin und weg, vor allem auch wegen der Handwerkskunst und Detailverliebtheit, die in diesem Auto steckt. Was hier vor uns stand, war zweifellos kein Blender zu einem ziemlich fairen Preis.
Traurigerweise kam aber dann die Erkenntnis, dass dieses Auto zwar ein absolutes Einzelstück in erstklassigem Zustand war, aber eigentlich nicht die Sorte Muscle Car, die ich suchte, zwei Türen zu viel und schlussendlich doch nur ein umgebautes 0815-Auto. Was mich nicht davon abhielt, eine Menge Recherche in die Möglichkeit der Zulassung zu investieren, der ursprüngliche Satellite war ja doch gehörig modifiziert worden. Und nicht weniger Zeit investierte ich in Verhandlungen und Nachfragen zum technischen Zustand per Mail von zu Hause aus. Dieser etwas andere Roadrunner liess mich nicht mehr los, das letzte Wort war noch lange nicht gesprochen.
Mehr Bilder von diesem Unikat gibt's hier.
Der Dodge Challenger
Vor allem die '71er Challenger haben's mir schon immer angetan. Seit Kowalskis Ritt durch die Wüste in einem weissen Challenger war ich fasziniert von diesem Coupe, habenwollen! Nur leider, die Herausforderer sind gefühlt noch seltener zu finden wie die Schlachtrösser. Und wenn man mal einen findet, dann ist man garantiert mit einem stolzen Preis konfrontiert, der einem eine Menge ungewollter Falten in die Stirn drückt.
Für sowas kriegt man nicht nur eine Menge Glücksgefühle, sondern fast schon Wohneigentum.
Billige Exemplare finden sich zwar durchaus mal, aber wer sich einen billigen Challenger vor die Türe stellen will, muss mit vielen Kompromissen in Form von Nachinvestitionen rechnen. Oder aber, man macht einen Kompromiss beim Baujahr, also statt '71 ist's dann halt '72. Wie z.B. hier.
Dieser '72 gebaute Bube hatte einen 340er Motor, war matching Numbers und meine Güte, er klang sowas von brachial. Nachdem ich gerade an diesem Tag auch eine Menge Chevys gehört hatte, brachte mich dieser orange Vertreter aus dem Hause Chrysler mal kurz und heftig aus dem Konzept. Der Preis war für den guten Zustand mehr als fair. Die Maschine klang sehr gesund (für mich, nicht für den gemeinen Greenpiesler) und schien ebenfalls aus Liebhaberhand zu stammen. Und; er passt grad noch so in eine normale Garage. Aber (immer diese blöden Abers), es war nicht DER Challenger, den man eigentlich haben möchte. Er war nur ein Kompromiss im Modelljahr, mit einigen Abstrichen in der Optik. Die Akustik liess mich die leicht falsche Optik für einen Moment vergessen, aber als die Maschine verstummte, blieb dann eben doch nur die falsche Optik. Oder? Immerhin, einer meiner Begleiter war hiervon so angetan, dass wir schon ziemlich fest mit einer Kurzschlussreaktion gerechnet haben. Und beim Händler konnte man schon eine Menge Dollarzeichen über dem Kopf rumschwirren sehen, er dachte wohl, er verkaufe heute gleich zwei Autos. Dem war dann aber doch nicht so. Wir schliefen alle nochmal eine Nacht drüber. Zumindest ich hab' die Nacht in einem Bett verbracht.
Damit; nächstes mal sind die Fords dran.
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Quelle: https://www.carthrottle.com/post/y1LQl/ |
Keine Sorge, "richtige" Fords.
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